Thomas Köck, Vorstandsvorsitzender der Bürgerenergie Maisacher Land, blickte in seinem Rechenschaftsbericht auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Er betonte, dass die Genossenschaft weiter wachse und zum Jahresende mit 403 Mitgliedern einen wichtigen Meilenstein erreicht habe. Insgesamt seien im Jahr 2025 rund 80 neue Mitglieder hinzugekommen. Auch die Zahl der Geschäftsanteile sei auf 6.235 gestiegen; das Geschäftsguthaben lag zum 31. Dezember 2025 bei rund 1,247 Millionen Euro.
Im Mittelpunkt des Jahres standen mehrere Energieprojekte. Die geplante PV-Anlage am Wasserwerk Maisach wurde weiter vorbereitet; unter anderem wurden artenschutzrechtliche Prüfungen durchgeführt. Wegen der starken zeitlichen Belastung durch andere Projekte soll das Vorhaben 2026 weiterverfolgt werden. Besonders anspruchsvoll war die Beteiligung am Windpark Rottbach. Die Vertragsverhandlungen, Wirtschaftlichkeitsprüfungen, Gutachten und Abstimmungen mit Partnern hätten Vorstand und Aufsichtsrat stark gefordert. Am Jahresende konnte die Beteiligung jedoch erfolgreich abgeschlossen werden. Köck hob hervor, dass die Genossenschaft dabei viel Know-how aufgebaut habe, das künftig auch bei weiteren Projekten genutzt werden könne.
Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist die Beteiligung an einer großen Freiflächen-PV-Anlage Richtung Stefansberg mit einer Leistung von zehn Megawatt Peak. Die Genossenschaft entschied sich für eine Beteiligung an der PV-Anlage, jedoch gegen die ursprünglich vorgesehene Speicherkomponente. Der Baubeginn ist für 2026 geplant, eine erste Einspeisung wird noch im selben Jahr erwartet. Daneben wurde die PV-Anlage am Vereinsheim fertiggestellt; wegen Verzögerungen beim Zählereinbau konnte sie allerdings erst 2026 tatsächlich in Betrieb gehen.
Köck berichtete außerdem über die Öffentlichkeitsarbeit der Genossenschaft. Die Teilnahme an der Energiemesse Maisach-Egenhofen sei erfolgreich gewesen und habe gute Gespräche mit Mitgliedern und Interessierten ermöglicht. Auch Informationsveranstaltungen zum Windpark Rottbach, Runde Tische sowie das neue Format „Bistrotalk“ hätten zur Sichtbarkeit beigetragen. Die Kommunikation solle 2026 weiter ausgebaut werden, um Mitglieder und Öffentlichkeit regelmäßiger über Projekte und Fortschritte zu informieren.
Strategisch habe sich die Genossenschaft 2025 intensiv mit ihrer weiteren Entwicklung beschäftigt. Vorstand und Aufsichtsrat hätten sich Zeit genommen, um Anforderungen aus der Verbandsprüfung, Rückmeldungen von Mitgliedern und Projektpartnern sowie die Veränderungen im Energiemarkt zu bewerten. Daraus seien Handlungsbedarfe und Prioritäten abgeleitet worden. Ein Schwerpunkt lag auf der Professionalisierung von Vertragsmanagement, Projektprüfung, Anlagenbetrieb und Controlling. Gerade bei größeren Projekten seien klare Standards, rechtliche Absicherung und verlässliche Liquiditätsplanung entscheidend.